Weihnachtsgrüße
Liebe*r SOLIS-Yogi*ni,
dieses Weihnachten möchte ich Dir besondere Grüße senden und ich bin am überlegen, wie diese aussehen könnten, denn Yoga ist reich an Übungen, an Mythologien, an Göttern und Göttinnen und auch an Gesängen, Tönen, Schwingungen – wie etwa vom Gong der Klangschale, der durch den Raum vibriert.
In meinem Wohlfühlort der Abgeschiedenheit; der Weite und Einsamkeit, fühle ich eine tiefe Verbindung mit den Tieren, die in mir eine ganz besondere Aufmerksamkeit formen.
Unsere Tiere reagieren auf Worte und Töne, auf Gesang, Atem und ganz besonders fein kann ich das bei unseren Katzen, Mani und Aura, beobachten.
Sind meine Bewegungen und auch mein Ton ruhig und melodisch, kuscheln sie sich an mich, schnurren und berühren mich lieblich mit ihrem Köpfchen und ihrem Körper. Mache ich Yoga legen sie sich zu mir, entspannen, oder schlafen, säuseln und tänzeln um mich herum. Je friedvoller es um mich ist, umso ruhiger und gelassener und vertrauensvoller werden sie und es strömt so viel Wärme und Liebe aus ihren Köpern und ihren Tönen. Diese Beobachtung hast Du bestimmt auch schon gemacht, vielleicht mit Deinen Kindern, mit Deinem liebsten Schatz, oder auch mit Deinem Haustier.
Weihnachten ist immer auch ein Fest der Töne; des Singens und der Gedichte. Die meisten Menschen bemühen sich besonders friedvoll, empathisch und liebevoll zu sein – auch, wenn wir uns damit mitunter überfordern können und der Stress und die Alltagssorgen häufig Unruhen und Hektik auslösen.
Doch vielleicht gelingt es Dir diesen besonderen Moment, dieses besondere Weihnachtsgefühl zu fühlen; vielleicht beim Kochen, oder beim Spazieren gehen, beim Gestalten deiner Räume oder Schmücken deines Weihnachtsbaumes. Vielleicht wirst du Mantren singen oder Weihnachtslieder, eventuell gehst du auch in die Kirche und der Chor singt: „Stille Nacht, heilige Nacht“… und dann ist sie plötzlich da: Deine Gänsehaut, Dein Berührtsein, das direkt in Berührung und Weite, Entschleunigung und ins Hier und Jetzt mündet.
Vielleicht wirst du summen – eines der einfachsten und tiefsten Töne, die du erzeugen kannst. Du kannst summen, wenn du eine Stimme hast. Dieses Summen besitzt außerordentliche Eigenschaften, die zur Heilung und vielem mehr genutzt werden können. Grundsätzlich sind Klänge nichts anderes als Schwingungen, die eine wirkungsvolle Energie besitzen.
Die Schwingungen der Stimme einer Opernsängerin können Glas zerspringen lassen. Die Schwingungen des einfachen Summens können sich auf subatomare Teilchen auswirken und Molekularstrukturen verändern. Das Summen ist eines der einfachsten Klänge, die wir erzeugen können. Es hat außergewöhnliche Auswirkungen, es reduziert Stress, beruhigt, fördert den Schlaf, es senkt den Blutdruck und die Herzschlagfrequenz.
Es gibt eine Studie des Nepal Medical College mit einem sehr interessanten Titel und äußerst wichtigen Ergebnissen, und zwar folgende: “Die direkte Auswirkung der langsamen Atemübung Bhrāmarin Pranayama auf den Blutdruck und die Herzschlagfrequenz.“
Die Studienteilnehmer*innen praktizierten 5 Minuten das Summen, ähnlich wie in Bhrāmarin Pranayama. Das langsame Summen führte bei den Proband*innen sowohl zur Absenkung des systolischen als auch des diastolischen Blutdrucks. Diese Art des Summens führte im Herz-Kreislauf-System zu einer „parasympathischen Dominanz“. Es braucht also nicht viel, um etwas Ruhe und Zufriedenheit zu finden.
Ich wünsche Dir von Herzen, mit Deinen Liebsten, ein summendes Weihnachtsfest und ich wünsche Dir die Kostbarkeit des Moments – eventuell summend im Hier und Jetzt zu sein.
Angelika & Dein Team der Yogaschule SOLIS
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